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mC1: Draht-Mayr Cup 2017 in Friesenheimer Händen

Veröffentlicht in Handball-Aktuell Jugend » Handball-Aktuell männliche Jugend am Dienstag, 10. Januar 2017
Nach dem man letztes Jahr beim Draht-Mayr-Cup sich im Finale der HSG Wetzlar geschlagen geben musste, ist es der U15 der TSG am Samstag gelungen, das hochklassig besetzte Turnier in Wiesloch zu gewinnen.


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Doch danach sah es zunächst ganz und gar nicht aus. Trotz nur einer ganz kurzen Trainingspause über die Weihnachstage und einer guten Vorstellung im Test gegen die B-Jugend der HR Göllheim/Eisenberg, lief im ersten Gruppenspiel gegen Gastgeber Wiesloch recht wenig zusammen. Wiesloch (Tabellenführer der Landesliga in Baden) konnte das Auftaktmatch mit 11:10 für sich gewinnen. Daran hatte aber die TSG Friesenheim selbst einen hohen Anteil. Zum einen wurde der Gegner völlig unterschätzt, zum anderen fehlte jegliche Mentalität, die eigene Leistung zur frühen Uhrzeit abzurufen. Dabei hätte man eine dauerhafte Führung sicherlich auch über die Runden bringen können. Doch mit der Schlusssirene verwandelte Wiesloch einen 7m zur 11:10 Führung. „ Die Niederlage war völlig überflüßig, kam aber genau zum richtigen Zeitpunkt und hat mal wieder gezeigt, dass ohne die nötige Motivation nichts geht.“, sagt Trainer Jan Willner rückblickend.


So hatte die TSG gleich zwei Endspiele gegen die JSG Leutershausen/Heddesheim und gegen die HSG Wetzlar. Beide Spiele mussten gewonnen werden, um ins Halbfinale einzuziehen.

Gegen die JSG von der Bergstraße trauten die Zuschauer, die das erste Spiel gegen Wiesloch gesehen hatten, wahrscheinlich ihren Augen kaum. Von Beginn an legten die Friesenheimer mit Tempo los und gingen schnell deutlich 5:1 in Führung. Über eine kompakte Deckung und eine starke Torhüterleistung von Fabio Wille gewannen die Eulen Ball um Ball und erspielten sich vorne konsequent ihre Chancen. Nach zwanzig Minuten Vollgas stand es 17:8.

Und so wie man gegen Leutershausen/Heddesheim aufgehört hatte, so startete man auch gegen Wetzlar. In dem Wissen, dass ein Sieg zum Weiterkommen gebraucht wurde, war das Spiel von Beginn an hart umkämpft. Die TSG-Jungs konnten sich mit einer knappen Führung etwas absetzen. Lediglich ein groß gewachsener und technisch gut ausgebildeter Rückraumspieler der Wetzlarer bereitete der Abwehr immer wieder Probleme. Doch auch das bekamen die Friesenheimer mit zunehmender Spieldauer gut in den Griff. Und so konnte man den Vorjahressieger letztendlich mit 14:8 schlagen.

Da in der anderen Gruppe noch Spiele ausstanden und noch unklar war, wer überhaupt weiterkommt, musste man bis 15 min vor Anpfiff des Halbfinals warten, bis man letztendlich wusste, gegen wen es geht. Schließlich war es die HG Oftersheim/Schwetzingen, eine Mannschaft, die zur Spitzengruppe der Badenliga gehört. In diesem Spiel gelang es der TSG erneut sich früh eine deutliche Führung erspielen. Auch deswegen, weil man Ballgewinne konsequent in Gegenstöße umwandeln konnte. Diese Führung gab man nicht mehr her, auch wenn verschiedene taktische Varianten ausprobiert wurden. Und wenn Oftersheim/Schwetzinge mal die Chance hatte zu verkürzen, half Torhüter Timo Stassek fleißig mit, dass es dazu nicht kam.

So hatte die Friesenheimer sich ins Finale gespielt und erwarteten dort, nicht ganz überraschend, die JSG Balingen/Weilstetten. „Balingen ist in den vorherigen Spielen durch eine mannorientierte 3:2:1 Deckung und schnelles Gegenstoßspiel aufgefallen. Außerdem verfügt der Bundesliganachwuchs in diesem Alter bereits über technisch top ausgebildete Spieler. Für uns genau die Gegner, an denen wir uns messen lassen müssen.“, erklärte Willner. Und schnell zeigte sich auch, dass es ein tolles Finale werden sollte. Denn von Beginn an lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Meistens legte Friesenheim ein bis zwei Tore vor und Balingen zog nach. „Wenig Taktik, viel Individuelles“ könnte die Marschroute auf beiden Seiten gewesen sein. Nach gut dreizehn Minuten gelang es der TSG die Führung etwas auszubauen und Balingen hatte es nun schwer, wieder zurück zu kommen. Das lag vielleicht auch darin, dass die TSG die ein oder andere Wechselmöglichkeit mehr hatte und man sich inzwischen ganz gut auf die Hauptakteure auf Balinger Seite eingestellt hatte. In den letzten drei Minuten machten die Ludwigshafener den Sack zu und gingen so letztendlich mit 15:10 als Sieger vom Feld!

Im Anschluss folgte die Siegerehrung, bei der die Friesenheimer noch einen zweiten Titel mitnehmen durften: Benny Lincks wurde bester Torschütze des Turniers!

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„Großes Lob an die Mannschaft! Das war über weite Strecken sehr ordentlich. Zudem konnten wir in Hinblick auf den Rückrundenstart in Zweibrücken nächste Woche neue Erfahrungen sammeln.“, zieht Willner Bilanz.

Weiter geht es am 14.01. beim SV 64 Zweibrücken. Dort hofft die Mannschaft wieder auf lautstarke Unterstützung ihrer Fans!

Es spielten: Fabio Wille, Timo Stassek, Jan-Nicklas Neuschwandner, Florian König, Benjamin Lincks, Maurice Mohr, Julian Postel, Paul Blohm, David Fokken, Marcel Reis, Marvin Rheinheimer, Justin Gehrlein, Mihailo Ilic, Patrick Ahollinger, Linus Bleh


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