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wB-Mädels bei RPS-Oberliga-Quali erfolgreich!

Veröffentlicht in Handball-Aktuell Jugend » Handball-Aktuell weibliche Jugend am Montag, 15. Mai 2017
Souveräner Auftritt bei der RPS-Oberligaqualifikation



BORNHEIM: Am Sonntag, 14.05.2017, machten die Mädels der weiblichen B-Jugend bei den Jungeulen den Auftakt in die RPS-Oberligaquali. Mit einem aus den vergangenen Jahren gewohnt souveränen Auftritt schaffte man für die kommende Runde mühelos als Gruppensieger die erneute Teilnahme in der höchsten Spielklasse.

Die B-Mädels (Jahrgang 2001 und jünger) waren in den vergangenen Jahren unangefochten die Nummer 1 in der Pfalz, allerdings machten sich vermutlich die bisherigen Pfalzligisten und Gegner in der Qualifikation durchaus Hoffnungen, dass sich die Kräfteverhältnisse, insbesondere durch die Veränderungen im Kader der TSG-Jungeulen, verschoben hätten.

Tatsächlich hat sich das Gesicht der Mannschaft deutlich verändert. Gleich sieben Spielerinnen des seit Jahren dominierenden 2001er Jahrgangs standen nicht im Aufgebot der TSG-Jungeulen. Wie bereits berichtet wechselten Anika Voss und Lena Schmähl zum Stadtrivalen VTV Mundenheim, die RLP-Auswahlspielerinnen Maike Freitag und Jacy Tines wechselten zum Saisonende nach Ketsch und Jule Polsz, DHB-Kaderspielerin, wird ihre Zelte im Leverkusener Sportinternat aufschlagen. Hinzu kommt, dass Pauline Eckart derzeit einen Auslandsaufenthalt hat und Anna-Lisa Scheiner noch immer aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation die Mannschaft nicht unterstützen kann. Die Tatsache, dass Maike, Jacy und Jule in den vergangenen Jahren die Toptorschützen der TSG-Jungeulen waren, lies die Frage zu: Wer soll in Zukunft bei der TSG die Tore werfen? Welche Mannschaft kann einen solchen Aderlass verkraften?

Die Antwort wurde am Sonntag gegeben. Die TSG-Jungeulen haben auf Pfalzebene keine Spur an Überlegenheit eingebüßt. Die beiden Vorbereitungsspiele gegen Brühl und Birkenau haben dies schon angedeutet. Die Mannschaft funktioniert besser denn je. Dies liegt insbesondere auch an dem bärenstarken Jahrgang 2002, der die verbliebenen 2001er Emma Wilhelm, Jana Stolle, Tabea Luickx und Anna Glaser ergänzen. Das Team wirkt ausgeglichener und spielstärker als bisher. Einen großen Anteil daran hat Trainer Jürgen Meisel, der im vergangenen Jahr die weibliche C- und die weibliche B-Jugend trainierte und somit alle Spielerinnen die Abläufe kennen und nahtlos miteinander harmonieren. Auch die Tatsache, dass ein Großteil des Teams seit Februar gemeinsam im Buli-Kader trainiert hat dazu beigetragen, dass die Mannschaft spielerisch schon sehr weit ist.

Mit Celine Sold, Chiara Thorn, Lara Jentzsch und Sarah Hemmerich kamen gleich vier 2002er-Spielerinnen aus der letztjährigen C-Jugend, die bei der DHB-Sichtung vertreten waren, somit auch eine hohe individuelle Qualität. Die wurfgewaltige Hanna Rudolph, letztes Jahr mit Zweitspielrecht in der C-Jugend am Start, wechselte nunmehr vom TV Wörth zu den Jungeulen.

Sarah Hemmerich, Pfalzauswahltorhüterin, bildet ein starkes Torhütergespann mit Sarah Föllinger, unsere 2003er C-Jugend-Torhüterin, die im Team bereits sehr gut integriert ist.

Der recht kleine Kader wird sicher des Öfteren durch C-Jugend-Spielerinnen unterstützt, so wie an diesem Wochenende, bei dem, neben Sarah Föllinger, Fabienne Michel aushelfen durfte und ihre Sache sehr gut machte.

Bei der RPS-Oberliga-Quali standen sich nunmehr der ausrichtende SV Bornheim, die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam, die VTV Mundenheim und die TSG-Jungeulen gegenüber und die TSG-Jungeulen wussten nicht genau, welche Qualität die einzelnen Mannschaften tatsächlich hatten. Alle Teams haben sich zu Rundenbeginn verstärkt.

Den Auftakt machte die Begegnung SV Bornheim vs. SG OBZ, den die SG OBZ knapp mit 12:11 für sich entscheiden konnte. Auf der Tribüne waren sich die TSG-Zuschauer einig, dass diese beiden Gegner nicht die spielerische Klasse haben, um unseren Jungeulen Paroli bieten zu können. Wie sah es mit dem Auftaktgegner und Lokalrivalen VTV Mundenheim aus? Wie man im Vorfeld hörte, nahmen sich die Hornissen viel vor und wollten dem Stadtrivalen auf Augenhöhe begegnen.

Es begann vielversprechend. Die VTV-Mädels wirkten zu Beginn konzentriert, körperlich und spielerisch sehr gut und die Folge war, dass es nach 10 Minuten 5:5 stand. Dann gab es eine Zeitstrafe gegen die TSG, da sich eine Spielerin wegen eines ungeahndeten Fouls zu sehr aufregte. Wer nun dachte, die VTV könnte daraus Kapital schlagen sah sich getäuscht. Eine 3:0-Serie der Jungeulen in Unterzahl brachte die TSG-Mädels auf die Siegerstraße. Man hatte das Gefühl, dass der Kampfgeist der Hornissen gebrochen war und fortan dominierten die TSG-Mädels nach Belieben. Auch wurde kräftig durchgewechselt ohne dass ein Bruch im Spiel erkennbar war. Das Spiel endete mit einem klaren 24:11 Erfolg.

Im Spiel darauf gegen die SG OBZ zeigten die Jungeulen von Beginn an, dass hier auch keine Außenseiterchance besteht und letztlich wurden die SG-Mädels klar mit 25:7 geschlagen.

Es folgte das Spiel Mundenheim gegen Bornheim. Die beiden Teams kämpften auf Augenhöhe, wobei man den Eindruck hatte, dass Bornheim mehr klare Chancen auslies, oder einfach nur Pech mit Pfostentreffern hatte und somit ein enges Spiel mit 14:12 verloren.

Dann mussten die VTV gegen die SG OBZ heran, die jetzt beide 2 Pluspunkte hatten. Das Spiel endete 10:10, womit nach den Richtlinien die Entscheidung im 7-Meter-Werfen erfolgen musste. Hier setzte sich die VTV durch, womit sich die VTV als Gruppenzweiter denkbar knapp für die RPS-Oberliga qualifizierte.

An dieser Stelle Glückwunsch an den Stadtrivalen.

Die TSG-Mädels mussten im letzten und für die Tabelle bedeutungslosen Spiel gegen den Gastgeber Bornheim ran. Man merkte den Spielerinnen an, dass es um nichts mehr ging und so wurde das Spiel mit sichtbar angezogener Handbremse 23:12 gewonnen.

Als Fazit kann man bemerken, dass sich an den Kräfteverhältnissen in der Pfalz nichts verändert hat, im Gegenteil, die TSG-Jungeulen wirkten noch souveräner.

Die drei Teams aus Mundenheim, Bornheim und Ottersheim spielen auf Augenhöhe, wobei die unterlegenen Bornheimer und Ottersheimer Mädels nochmals die Chance haben, in der Nachqualifikation gegen zwei Rheinhessenvertreter sich doch noch für die RPS-Oberliga zu qualifizieren.

Wir wünschen hierzu den Teams viel Erfolg.


Die erfolgreichen Jungeulen!


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von links nach rechts: Sarah Hemmerich, Fabienne Michel, Anna Glaser, Tabea Luickx,
                                       Hanna Rudolph, Jana Stolle,
Emma Wilhelm, Celine Sold,
                                       Chiara Thorn, Lara Jentzsch, Sarah Föllinger



Spiele und Abschlusstabelle:


Nr

Datum

Zeit

Heim

  Gast

Tore

Punkte





001

14.05.17

11:00

SV Bornheim

  SG Ott/Bell/Kuh/Zeisk

11:12

0:2

 



002

14.05.17

12:00

TSG Friesenheim

  VTV Mundenheim

24:11

2:0

 



003

14.05.17

13:15

SG Ott/Bell/Kuh/Zeisk

  TSG Friesenheim

7:25

0:2

 



004

14.05.17

14:15

VTV Mundenheim

  SV Bornheim

14:12

2:0

 



005

14.05.17

15:30

SG Ott/Bell/Kuh/Zeisk

  VTV Mundenheim

11:12

0:2

 



006

14.05.17

16:30

SV Bornheim

  TSG Friesenheim

12:23

0:2

 





Nr

Mannschaft

Spiele

+

±

-

Tore

D

Punkte





1

TSG Friesenheim

3/3

3

0

0

72:30

42

6:0







2

VTV Mundenheim

3/3

2

0

1

37:47

-10

4:2





  3

SG Ott/Bell/Kuh/Zeisk

3/3

1

0

2

30:48

-18

2:4





  4

SV Bornheim

3/3

0

0

3

35:49

-14

0:6