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Eulenfrauen

Licht und Schatten beim Testspiel gegen hessischen Drittligisten (37:36)

Mit der TSG Leihgestern gab am vergangenen Wochenende der Fünfte der 3. Liga Staffel Mitte seine Visitenkarte im TSG Sportzentrum ab. Sowohl für unseren Coach Niklas Weißbrod als auch für Gäste-Trainerin Jonna Jensen war es eine willkommene Prüfung im letzten Abschnitt der Preseason auf die kommende Saison.

 

„Wir sind bisher mit der Vorbereitung sehr zufrieden und haben zuletzt beim gut besetzten Turnier in Allensbach den 3. Platz belegt. Eine Woche zuvor konnten wir in Fritzlar den Domstadt-Cup gewinnen. Von daher läuft es mit unserer jungen Mannschaft bisher sehr gut. Heute wollen wir viel durchprobieren und allen Spielerinnen Spielzeit geben. Außerdem werden wir den Angriff/Abwehr-Wechsel trainieren. Und natürlich wollen wir die Eulenfrauen, die aus meiner Sicht favorisiert ins Spiel gehen, ärgern“, freute sich Jonna Jensen auf die Prüfung. Niklas Weißbrod hingegen haderte etwas mit dem dünn besetzten Kader: „Leider schaffen wir es bisher nicht den Kader komplett zusammen zu haben. Auch heute fehlen mit Charlotte Lohr, Ina Scheffler, Melissa Engeln, Julia Noetzel und Jana Stolle wichtige Spielerinnen. Im Umkehrschluss heißt es für alle anderen Verantwortung zu übernehmen und sich zu zeigen. Wir wollen heute vor allem die trainierten Abläufe in der zweiten und dritten Welle etablieren und uns natürlich nicht ärgern lassen.“

 

Dies gelang zu Beginn der Partie nur bedingt. Die Gäste gingen schnell mit 2:5 in Führung und profitierten von drei technischen Fehlern und fünf Fehlwürfen unserer Mädels. In der Folge stellten sich die Eulenfrauen besser auf die aggressive Abwehr und die starke Torhüterin Tizia Weier ein und konnten mit einem 6:0-Lauf die Partie zu ihren Gunsten drehen. Jana Heidger und Rebse Brecht per Siebenmeter trafen je zweimal, Mona Kuczaty und Linda Götz waren einmal erfolgreich. Lena Dettling im Tor konnte in dieser Phase einen Siebenmeter von Nessima Kerdi entschärfen. Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigten beide Teams schnellen, allerdings auch sehr fehleranfälligen Handball. Bei den Hessinnen überzeugten Franziska Dietz und Spielmacherin Nessima Kerdi mit variablen und handlungsschnellen Offensivaktionen, so dass die Partie bis zum 13:13 in der 24. Minute ausgeglichen blieb. In der Schlussphase konnten sich unsere Mädels durch Treffer von Kapitänin Rebecca Brecht, Jana Heidger, Felicity Gunst und Lena Peribonio erneut absetzen und gingen mit einer 17:13-Führung in die Kabine.

 

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts konnte Juli Wolf, die in der 16. Minute Lena Dettling im Tor ablöste, die gute Leistung des Torhüter-Duos fortsetzen. Rebse Brecht führte klug Regie und brachte ihre Mitspielerinnen in aussichtsreiche Abschlusspositionen. So auch in der 41. Minute, als Linksaußen Mona Kuczaty die bis dahin höchste Führung (23:17) herstellen konnte. Die sehr treffsichere Rechtsaußen Felicity Gunst traf kurz danach zum 27:20 und es schien, als sei die Partie entschieden. Doch Leihgestern meldete sich zurück und forcierte durch schnelle Beine in der Abwehr Ballverlust auf Ballverlust unserer Mädels. Die Eulenfrauen hatten dem Tempospiel der TSG in dieser Phase nichts entgegenzusetzen. Lediglich ein plötzlicher Regenschauer, bei dem das Wasser durch die noch geöffneten Oberlichter auf die Platte strömte, konnte den Lauf der Gästinnen kurz stoppen. Dennoch stand trotz Auszeit nach 54 Minuten ein 31:32 auf der Anzeigetafel. Der Treffer von Torhüterin Tizia Weier ins leere Tor schien die Heimniederlage unserer Mädels zu besiegeln, doch angefeuert von den Heimfans schlugen die Eulenfrauen zurück. Rebse Brecht und Lena Peribonio sorgten für den Ausgleich und nach einem Fehlwurf der Hessinnen blieben noch vier Sekunden für den letzten Angriff – Auszeit. Beim Anwurf auf Rebse Brecht traf Kathrin Jochem unsere Kapitänin unglücklich am Kopf und erhielt folgerichtig die rote Karte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Jana Heidger zum 37:36 – Heimsieg Eulenfrauen!

 

„Das war natürlich maximal unclever von uns am Schluss. Insgesamt sind wir gut ins Spiel gekommen, haben dann aber stark nachgelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns etwas vorgenommen und meine Mädels haben sich stark zurückgekämpft. Das wir dann den 2-Tore-Vorsprung noch hergegeben haben ist zwar im Endeffekt in einem Testspiel belanglos, aber dennoch ärgerlich“, sah Jonna Jensen positive und negative Aspekte. Auch Niklas Weißbrod war in seiner Analyse zwiegespalten: „Die Mannschaft gibt sich nie auf und gibt auch in einem Testspiel angetrieben von den Fans alles für den Erfolg. Phasenweise hat mir unser Auftritt sowohl offensiv als auch defensiv gut gefallen. Wir haben aber auch gemerkt, dass es noch Defizite gibt, die wir bis zum Rundenbeginn abstellen müssen.“

 

Bevor es richtig losgeht, steht am Sonntag nun noch das Heimturnier der Eulenfrauen an. In zwei Halbfinals treffen zunächst um 12 Uhr die 2. Damenmannschaft der Flames Bensheim und Regionalligist HSG St. Leon/Reilingen aufeinander. Anschließend kämpfen unsere Eulenfrauen mit der HSG Gedern Nidda (Regionalliga Hessen) um den Einzug ins Finale. Der Eintritt ist frei und für Verpflegung ist gesorgt…

 

Es spielten:

 

TSG Friesenheim

 

Lena Dettling (Tor), Juli Wolf (Tor), Sara Jelicic (2), Johanna Werthmann (3), Felicity Gunst (6), Jana Heidger (6), Mona Kuczaty (4), Luna Bohn (1), Lena Peribonio (2), Linda Götz (1), Rebecca Brecht (12)

 

TSG Leihgestern

 

Tizia Weier (Tor/1), Freya Juliane Welchert (1), Franziska Dietz (10), Leonie Nowak, Kim Fuhrländer, Emma Becker (1), Nessima Kerdi (2), Anni Groschopp (1), Wiktoria Zakrzewska (3), Nicole Kunzig (4), Kathrin Jochem (4), Antonia Werum (3), Cyntia-Cecile Riegel (6)

 

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