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Eulenfrauen

Für die Punkte, für die Heimbilanz, für die Vize-Meisterschaft, für die Fans, aber vor allem – für Eyub

Egal, wie das letzte Heimspiel der Saison gegen HCD Gröbenzell läuft, eins steht fest – es wird emotional! Wenn am Sonntag gegen 17:30 Uhr die Schlusssirene erklingt (Spielbeginn ist um 15:45 Uhr im TSG Sportzentrum) heißt es Abschied nehmen. Sowohl von scheidenden Spielerinnen, aber auch von Coach Eyub Erden, der in den vergangenen Jahren den Aufstieg der Eulenfrauen zu einem Spitzen-Team der dritten Liga nicht nur begleitet, sondern maßgeblich gestaltet hat.

 

Zunächst gilt es aber die Aufgabe gegen den Tabellenletzten und bereits als Absteiger feststehenden Gast aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck (ca. 16 km westlich von München) erfolgreich zu gestalten. Gewohnt analytisch geht unser Chef-Coach daher die Sache an: „In unserem letzten Heimspiel wollen wir uns mit einem Sieg von unseren Fans verabschieden. Im Hinspiel (27:33) hatten wir uns sehr schwergetan und konnten die Partie erst in den letzten fünf Minuten für uns entscheiden. Wir wollen mit einer konsequenteren Abwehrarbeit, besseren Chancenverwertung und hohem Tempo unserem Heimpublikum einen schönen Nachmittag bereiten. Wir werden Gröbenzell nicht unterschätzen, auch wenn sie schon abgestiegen sind. Sie können jetzt ganz befreit aufspielen und haben nichts mehr zu verlieren.“

 

Ein besonderes Augenmerk wird Eyub Erden in seinen Defensiv-Überlegungen auf Rückraumspielerin Jule Hultsch legen, die mit 111 Toren (21 Siebenmeter) als beste Torschützin ihres Teams den achten Platz der Torjägerinnen-Liste der Staffel Süd belegt. Auch im Hinspiel war sie mit 11 Treffern die gefährlichste Angreiferin. Verena Obermaier am Kreis (85 Tore) und Rechtsaußen Ramona Nittel (56 Tore) folgen in der internen Torschützenliste. Mit 504 Toren in 20 Spielen stellt unser Gast die schwächste Offensive – sicherlich ein Hauptgrund für den letzten Tabellenplatz bei 7:33 Punkten. Unter der Woche wurden die Weichen für den Wiederaufstieg gestellt. Trainer Andreas Dittiger steht aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Ihm folgt mit Ben Schulze „ein hochkarätiger Trainer“, der sich mit seiner Mannschaft, die großteils zusammenbleibt, in der Regionalliga „neu aufstellen soll, um mittelfristig wieder anzugreifen“.

 

Bei unseren Eulenfrauen ist mit Blick auf die bisherige Saison die Gefühlslage naturgemäß eine ganz andere. Mit Recht darf man stolz sein auf die bisher gezeigten Leistungen, zwei Spieltage vor dem Rundenende hat man noch die Chance auf die Vize-Meisterschaft. Von daher legt auch Kapitänin Rebse Brecht den Fokus auf die sportliche Aufgabe, um nicht auf der Zielgeraden unnötig Punkte liegen zu lassen: „Wir wollen konzentriert die letzten beiden Spiele angehen, um mit dem bestmöglichen Ergebnis unserem Coach zu danken. Eyub soll eine würdige Verabschiedung erhalten. Wir wollen eine Heimmacht bleiben und uns mit einem starken Spiel von unseren Fans verabschieden.“ Außer den langzeitverletzten Sara Jelicic und Charlotte Lohr, sowie Lara Tüfenk, die sich im letzten Spiel die Nase gebrochen hat, stehen alle Spielerinnen zur Verfügung.

 

Nach dem hoffentlich erfolgreichen Spiel stehen dann die scheidenden Spielerinnen und Trainer im Fokus. Tabea Luickx wird aufgrund ihres Studiums in der nächsten Saison nicht zur Verfügung stehen. Zudem verlassen Admira Zvekic und Lilly Allgaier die Eulenfrauen. Anna Spatz und Lara Tüfenk werden zugunsten von mehr Spielpraxis nach Mundenheim wechseln. Zudem verlässt Ziga Urbic nicht nur als großer Rückhalt die Eulen Ludwigshafen, sondern steht aufgrund dessen auch als Torwart-Trainer leider nicht mehr zur Verfügung. Und dann ist da natürlich noch Eyub Erden, mit dessen Abschied eine unfassbar erfolgreiche Ära endet. Einige Spielerinnen wissen ihn bereits seit Jahren an ihrer Seite, auch schon vor seinem Engagement bei der TSG Friesenheim. Er hinterlässt große Fußspuren, die der neue Coach Niklas Weißbrod zusammen mit seinem Trainer-Team bestehend aus Patrick Friedmann, Yvonne Rolland und Roko Peribonio in der neuen Saison füllen soll.

 

Es ist also alles bereitet für großen Sport gepaart mit ebenso großen Emotionen, Tränen und Herzschmerz im TSG Sportzentrum. Fehlt nur noch eine volle Tribüne für einen würdigen letzten Heimspieltag. Also, kommt vorbei und genießt den Last Dance unserer Eulenfrauen vor heimischer Kulisse.

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