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Eulenfrauen

Sieben gegen Sechs stutzt den Eulenfrauen die Flügel

Die Serie ist gerissen! Nach zuletzt 9:1 Punkten mussten sich unsere Eulenfrauen am Sonntag erstmals in diesem Jahr geschlagen geben und den TSV Wolfschlugen in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen. Mit nunmehr 19:9 Zählern belegt die TSG Friesenheim den dritten Tabellenplatz der Staffel Süd und wird in den nächsten Spielen versuchen die nachfolgenden Teams HC Erlangen (18:10) und Sportverein Allensbach (17:11) hinter sich zu halten.

Unsere Mädels mussten im Verfolgerduell auf Admira Zvekic und Sara Jelicic verzichten, kamen aber dennoch gut in die Partie. In einer ausgeglichenen Anfangsphase erzielte Tabea Luickx die erste Führung zum 2:3 nach fünf Minuten, die aber prombt mit drei Treffern in Folge von den Gastgeberinnen gekontert wurde. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte konnte Wolfschlugen zumeist eine knappe Führung verteidigen, unsere Mädels blieben aber in Schlagdistanz. Mitte der ersten Halbzeit kam Neuzugang Linda Götz erstmals nach ihrem Auslandssemester zum Einsatz und sorgte im Rückraum zusammen mit Lilly Allgaier und Melissa Engeln für Furore. Aus dem 9:7 in der 15. Minute wurde eine knappe Führung (12:13 nach 21 Minuten). „Für mich war es natürlich super, dass ich endlich auf der Platte helfen konnte. Wir haben nach etwas schleppendem Start in unser Tempospiel gefunden und konnten die Partie zu unseren Gunsten drehen“, war Linda Götz zufrieden mit ihrer Premiere und den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit. Die Leistungssteigerung des gesamten Teams reichte allerdings nicht, um sich abzusetzen. Wolfschlugen hielt dagegen und so ging eine ausgeglichene erste Halbzeit mit einer knappen Führung unserer Eulenfrauen (Lena Peribonio traf zum 16:17) zu Ende.

Die zweite Halbzeit wurde dann zunächst von unseren Mädels dominiert und es sah lange Zeit nach der Fortsetzung der Erfolgsserie der Eyub-Sieben aus. Jana Heidger und Rebecca Brecht nutzten eine Zweiminutenstrafe gegen Jasmin Dirmeier, um ihre Farben erstmals mit drei Toren in Führung zu bringen (16:19, 34. Minute). Tabea Luickx mit drei Toren in Folge und erneut Kapitänin Rebse Brecht erhöhten gar auf 18:23 (40.), trotz zwischenzeitlicher Auszeit der Gastgeberinnen. Siebzehn Minuten vor Ende der Partie legte Wolfschlugens Trainer Simon Hablizel erneut die grüne Karte und sorgte damit für den Wendepunkt in der Partie. „Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit waren wir bis zur Mitte des zweiten Spielabschnitts eindeutig die bessere Mannschaft und haben verdient mit fünf Toren geführt“, sah unser Coach Eyub Erden bis dahin sein Team im Vorteil. „Wir haben eine gute Abwehr gestellt, konnten durchwechseln und so unser Tempospiel hochhalten“, ergänzte Linda Götz. „Leider hatten wir riesige Probleme mit der Umstellung auf 7 gegen 6. Zum einen war die Außenspielerin immer frei und wir haben selbst im Angriff zu viele Fehler gemacht“, sah unsere Rückraumspielerin in der taktischen Angriffs-Variante der Hexabanner-Mädels den Grund, dass die Partie kippte. Und tatsächlich erzielte Rechtsaußen Laura Aurenz vier Tore innerhalb von fünf Minuten und stellte so fast im Alleingang den Anschluss wieder her. Top-Torschützin Franziska Kaupp war dann der Ausgleich zum 26:26 (49. Minute) vorbehalten. Noch einmal gingen unsere Mädels in Führung, doch erneut Laura Aurenz, Jasmin Dirmeier und Meike Wurster stellten den bisherigen Spielverlauf vollends auf den Kopf (29:27 nach 53 Minuten). Die Eulenfrauen wehrten sich nach Kräften und versuchten dem Match eine erneute Wendung zu geben, doch spätestens mit dem 33:29 durch Ronja Weisser zwei Minuten vor Spielende war den mitgereisten Fans klar, dass man mit leeren Händen die Rückreise antreten würde. Letztlich setzte sich die etwas abgeklärtere Mannschaft mit 34:32 durch und eroberte den zweiten Tabellenplatz.

„Es ist natürlich schade, dass wir nichts Zählbares mitgenommen haben. Vielleicht wäre ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen. Aber sei es drum – die Enttäuschung ist natürlich groß, aber mit dem Auftreten meiner Mädels bin ich sehr zufrieden. Wir haben voll dagegengehalten und bis zum Schluss die Partie spannend gehalten. Wichtig ist jetzt das Spiel abzuhaken und uns auf unseren nächsten Gegner Haunstetten zu konzentrieren, um so schnell wie möglich die nächste Siegesserie zu starten“, blickte Eyub Erden kurz nach der Niederlage schon nach vorne.

Nach der Serie ist also vor der Serie. Die erste Gelegenheit zum nächsten Erfolgserlebnis bietet sich den Eulenfrauen am Sonntag um 15:45 Uhr, dann wieder in heimischen Gefilden im TSG Sportzentrum. Zu Gast ist mit dem TSV Haunstetten ein Team aus dem Tabellenkeller, das jeden Zähler zum Klassenerhalt benötigt und nach zuletzt drei Niederlagen in Serie ebenfalls heiß auf eine Erfolgsserie sein wird.

TSV Wolfschlugen

Monik Thiemann (Tor), Kim Grebe (Tor), Laura Aurenz (9), Ronja Weisser (5), Jasmin Dirmeier (2), Meike Wurster (3), Antonia Amann (2), Leni Blessing (1), Maike Wohnus (4), Benita Braune (2), Mara Kühnel, Jade Oral, Franziska Kaupp (5/2)

TSG Friesenheim

Lena Dettling (Tor), Juli Magdalena Wolf (Tor), Anna Spatz, Tabea Luickx (6), Jana Stolle, Lilly Allgaier (4), Johanna Werthmann (1), Jana Heidger (4), Mona Kuczaty (2), Melissa Engeln (2), Lena Peribonio (2), Linda Götz, Charlotte Lohr (1), Rebecca Brecht (7/5),

Schiedsrichter: Uli Decker, Henrik Lehmann

Zuschauer: 180

Siebenmeter: 2/2 zu 5/5

Zeitstrafen: 3 zu 2

Spielfilm: 1:0, 2:3, 6:6, 11:9, 12:13, 16:17 (HZ), 16:19, 20:25, 26:26, 29:27, 33:29, 34:32 (Ende)

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