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Eulenfrauen

Eulenfrauen fliegen zurück auf Platz zwei

Unseren Eulenfrauen ist die Rückkehr in die Erfolgsspur eindrucksvoll gelungen. Mit einer vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugenden Leistung setzten sich die Eyub-Schützlinge mit 30:22 durch, auch wenn sie kurzfristig aus familiären Gründen auf die Unterstützung ihres Chef-Coaches verzichten mussten. Die Co-Trainer Patrick Friedmann und Yvonne Rolland führten ihr Team zum Heimsieg über den TSV Haunstetten und freuten sich über eine geschlossene Mannschaftsleistung, mit der zahlreiche Ausfälle kompensiert werden konnten.

Die Eulenfrauen gingen ohne Admira Zvekic, Mona Kuczaty und Sara Jelicic in die Partie. Zudem fehlte Torhüterin Juli Wolf, die im Hinspiel eine ihrer besten Saisonleistungen gezeigt hatte. Anna Spatz und Lara Tüfenk rückten in den Kader auf. Auch auf Seiten des TSV Haunstetten fehlten mit Patricia Link und Marie Prokop zwei Leistungsträger – Sarah Irmler stand zwar auf dem Spielberichtsbogen, konnte aber ebenfalls nicht mitwirken. Gäste-Coach Udo Mesch hatte für unser Trainer-Duo eine Denksportaufgabe parat und setzte zu Beginn statt der ansonsten favorisierten 3-2-1 Abwehr auf eine kompakte 6-0 Defensive. Und tatsächlich gingen die Schwäbinnen mit 0:2 in Führung, Johanna Werthmann sorgte mit einem Doppelpack für den schnellen Ausgleich. Das Match folgte bis zur 23. Minute immer dem gleichen Muster – Haunstetten legte zwei Treffer vor, unsere Mädels glichen aus. Jana Heidger war es vorbehalten in der 25. Minute ihre Farben mit zwei Treffern in Folge erstmals in Führung zu bringen (9:8). Bis dahin bot ihr Team in der Defensive eine sehr kompakte Leistung, scheiterte im Angriff aber immer wieder an Kiara Spindler (10 Paraden in der ersten Halbzeit) im Tor der Schwäbinnen. „Uns war es wichtig die Abwehr zu stabilisieren. Das haben die Mädels sehr gut gemacht. Auch offensiv haben wir uns viele gute Chancen erspielt, diese aber zu selten genutzt“, haderte Patrick Friedmann mit der Abschlussschwäche seiner Mädels. Ein Ausrufezeichen setzte Lilly Allgaier mit einem krachenden Rückraumwurf an die Unterkante der Latte zum 10:9 in der 27. Minute. Mit einer knappen Führung (11:10) für die Hausherrinnen ging es kurz darauf in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte setzten die Gästinnen im Angriff auf 7 gegen 6. Doch unsere Defensive ließ sich nicht überrumpeln, stand stabil und konnte durch Melissa Engeln zweimal ins verwaiste Tor treffen. Auch Charlotte Lohr war einmal erfolgreich, so dass Haunstetten nach 33 Minuten beim Stand von 14:10 eine schnelle Auszeit nehmen musste und das Experiment jäh beendete. Anne-Marie Hänsel und Somma Dieterich konnten auf 14:12 verkürzen. Doch in der Folge war der Eulen-Express nicht mehr aufzuhalten. Dreimal Charlotte Lohr (mit 8 Toren Top-Scorerin) und zweimal Rebecca Brecht sorgten für einen 5:0-Lauf zum vorentscheidenden 19:12 nach 40 Minuten. Haunstetten hielt weiter dagegen und konnte die folgenden Minuten ausgeglichen gestalten, den Rückstand aber nicht entscheidend verringern. Anna Spatz und Lara Tüfenk sammelten wertvolle Minuten und entlasteten ihre Mannschaftskameradinnen. Spätestens nach dem Doppelschlag durch Tabea Luickx zum 24:17 in der 53. Minute war die Messe gelesen. Linda Götz feierte ihre Tor-Premiere zum 27:19 (56.) und ließ auch noch das 29:20 folgen. Sabrina Smotzek und Chiara Joerss betrieben noch etwas Ergebniskosmetik, doch mit 30:22 konnten sich die Eulen-Fans über die nächsten Punkte auf der Habenseite freuen.

Linksaußen Charlotte Lohr: „Irgendwie hatten wir eine ähnliche Ausgangssituation wie im Hinspiel. Eyub war nicht da und wir hatten einen relativ dünnen Kader. Haunstetten hat uns mit der 6-0 Abwehr überrascht, wir hatten uns die ganze Woche auf die offensive 3-2-1 eingestellt. Unser Problem war aber eher unsere Abschlussschwäche und die starke Torhüterin. Das haben wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser gemacht und so konnten wir uns aus einer starken Abwehr mit leichten Toren absetzen. Ich bin superstolz auf die Mannschaft, das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und wir hatten sowohl auf der Platte als auch auf der Bank eine super Stimmung. Wir freuen uns jetzt auf das spielfreie Wochenende. Wir müssen alle etwas Energie tanken, damit wir in Allensbach wieder richtig Gas geben können.“

Am Bodensee wartet dann die nächste schwere Aufgabe auf unsere Mädels. Bis dahin heißt es aber erstmal „Durchschnaufen“ und den zweiten Tabellenplatz genießen.

TSG Friesenheim

Lena Dettling (Tor), Anna Spatz, Lara Tüfenk, Jana Stolle (1), Lilly Allgaier (1), Johanna Werthmann (3), Jana Heidger (4), Melissa Engeln (2), Lena Peribonio, Linda Götz (2), Charlotte Lohr (8), Rebecca Brecht (6/2), Tabea Luickx (3)

TSV Haunstetten

Sabrina Albrecht (Tor), Kiara Spindler (Tor), Sabrina Smotzek (2), Somma Dieterich (1), Sabrina Fischer (3), Chiara Joerss (5/3), Luisa Merkle (3/1), Sarah Irmler, Anne-Marie Hänsel (1), Daniela Knöpfle, Pauline Driske (1), Maresa Lochbrunner (2), Elsa Wonnenberg (4)

Schiedsrichter: Nikolai Luis, Patrick Verheyen

Zuschauer: 80

Siebenmeter: 2/2 zu 4/6

Zeitstrafen: 2 zu 3

Spielfilm: 0:2, 4:4, 6:8, 11:9, 11:10 (HZ), 14:10, 19:12, 21:16, 26:18, 29:20, 30:22 (Ende)

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