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Eulenfrauen

Sensationeller Derby-Sieg gegen den Tabellenführer (32:28)

Was. Für. Ein. Abend!!! Im mit 550 Zuschauern proppenvollen TSG Sportzentrum setzten sich unsere Eulenfrauen gegen Tabellenführer Kurpfalz Bären durch und revanchierten sich für die Hinspielniederlage. Die Anhänger beider Teams sahen ein hochklassiges, temporeiches, intensives und zugleich faires Spitzenspiel, das von den sehr guten Schiedsrichtern Fabian Schwarz und Arthur Krispenz souverän geleitet wurde. Am Ende war die Freude riesig! Die Spielerinnen, Verantwortlichen und Fans der Eulenfrauen bekamen das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

 

„Das war genau die Reaktion, die ich mir von meiner Mannschaft nach dem schwachen Spiel in Allensbach erhofft habe. Die Mädels haben Charakter gezeigt und mit einer ganz anderen Körpersprache und unbändigem Willen den Tabellenführer geschlagen. Wir sind froh, dass wir unseren Anhängern einen schönen Abend bereiten konnten“, widmete der Coach den Sieg den Fans, die das Team sowohl auswärts als auch in heimischer Halle stets unterstützen. Co-Trainer Patrick Friedmann ergänzte nach dem Spiel: „Ich habe die Mädels noch nie so engagiert und intensiv verteidigen gesehen. Das war überragend!“

 

Bei den Eulenfrauen fehlten Sara Jelicic und Lilly Allgaier, die Gäste mussten wie auch in den letzten Spielen auf Lena Stitzel verzichten. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein engagiertes Spiel auf Augenhöhe, in dem zunächst die Ketscherinnen über die Rückraumspielerinnen Sara Goudarzi, Amelie Möllmann und Natascha Fabritz vorlegten, während zweimal Tabea Luickx und Jana Stolle die jeweiligen Führungen egalisierten. Unsere Kapitänin Rebecca „Rebse“ Brecht brachte dann die Hausherrinnen erstmals in Front (4:3, 5. Minute). In der Folge verhinderte Johanna Wiethoff im Tor der Gäste mit einigen Paraden eine höhere Führung, bis zur 12. Minute war die Partie ausgeglichen (6:6). Trotz einer Zeitstrafe gegen Jana Heidger blieben die Kurpfalz Bären die nächsten fünf Minuten ohne eigenen Treffer. Jana Stolle, Rebse Brecht und Tabea Luickx nutzten diese Schwächephase zum 9:6 und zwangen Gäste-Coach Sascha Kuhn zur ersten Auszeit nach 17 Minuten. Lea Marmodee und Rebecca Engelhardt verkürzten, der Ausgleich blieb den Kurpfalz Bären aber verwehrt. Auch Sara Goudarzi gelang dies in der 22. Minute nicht. Ihr Siebenmeter landete über dem Tor, das seit der 18. Minute von Juli Wolf gehütet wurde, die bis zur Halbzeit drei wichtige Paraden aus kurzer Distanz zeigen konnte. Es blieb beim 11:10 für die Eulenfrauen, die ab der 24. Minute eine kritische Phase zu überwinden hatten: Jana Heidger erhielt bereits die zweite Herausstellung, eine Minute später folgte Tabea Luickx und unsere Mädels befanden sich in doppelter Unterzahl. Doch auch dieser Situation stellten sich die Eulenfrauen mit unbändigem Willen, mussten nur einen Gegentreffer durch Jule Haupt hinnehmen und waren selbst durch Melissa Engeln sowie Johanna Werthmann erfolgreich (14:12, 26. Minute). Linda Götz und Admira Zvekic erhöhten zum Halbzeitstand von 16:13. Das TSG Sportzentrum stand Kopf. „Es war ein unglaubliches Gefühl. Die Stimmung hat uns extrem gepusht, gerade in schwierigen Phasen hat man die Unterstützung von den Fans gespürt. Diese Atmosphäre bedeutet uns als Mannschaft enorm viel und ist ein wichtiger Teil unseres Erfolgs“, war unsere Rechtsaußen Admira Zvekic begeistert von der Stimmung in der Halle.

 

Diese sollte sich im zweiten Spielabschnitt noch steigern. Die Eulenfrauen kamen gut aus der Pause und erhöhten durch Rebse Brecht erstmals auf vier Tore. Einen Doppelschlag von Spielmacherin Natascha Fabritz konterten unsere Mädels in Überzahl zum 19:15, Amelie Möllmann und Lea Marmodee verkürzten wieder auf 19:17 (37.). Bis dahin wogte das Spiel hin und her, es folgte die wahrscheinlich spielentscheidende Phase. Drei Tore von Jana Heidger, die über die komplette Spielzeit einen schweren Stand gegen die Innenblock-Spielerinnen Marlis Mader und Elena Fabritz am Kreis hatte, sowie ein Tor aus fast unmöglichem Winkel von unserer Rechtsaußen Jana Stolle sorgten für einen 4:0-Lauf zum 24:18 nach 44 Minuten. Ein Rückstand, von dem sich die Tabellenführerinnen nicht mehr erholen sollten. „Wir waren in dieser Phase sehr dominierend. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel noch aus der Hand geben könnten“, war unser Coach Eyub Erden stolz auf die Leistung seiner Mädels. Und er sollte Recht behalten. Die Kurpfalz Bären versuchten alles, um wieder zurück ins Spiel zu finden, kamen aber nicht mehr näher als auf vier Tore heran. Die Eulenfrauen hatten stets die bessere Antwort parat und ließen sich auch von der offensiveren Abwehr nicht aus der Ruhe bringen. Top-Scorerin Jana Heidger mit ihrem achten Treffer und Admira Zvekic entschieden die Partie vor der letzten Auszeit der Gäste vier Minuten vor der Schlusssirene (29:24). Nochmals unsere Rechtsaußen: „Wir haben über die gesamte Spielzeit Charakter bewiesen. Bereits im Training haben wir die Intensität und den Fokus gezeigt, wie es auf diesem Niveau erforderlich ist – und das war von der ersten Minute an deutlich zu erkennen. In der Abwehr standen wir kompakt und haben uns gegenseitig unterstützt. Im Angriff haben wir mit Tempo gespielt, klare Aktionen angesagt, gute Entscheidungen getroffen und unsere Chancen konsequent genutzt. Das war ein Erfolg des Kollektivs und das ist das Schönste an allem!“ Der Rest war Jubel in Rot und Weiß, zwei Minuten vor Spielende stand die komplette Halle und feierte den 32:28-Derbysieg.

 

Mit dem Heimerfolg festigen die Eulenfrauen den Platz unter den Top 4 der Staffel Süd und müssen am kommenden Sonntag nachlegen. Auch da ist wieder Charakter gefordert – nach dem Highlight gegen den Liga-Primus folgt das Auswärtsspiel beim aktuell Tabellenvorletzten HSG St. Leon/Reilingen. Aber Derbys liegen unseren Mädels ja ganz gut…

 

 

TSG Friesenheim

 

Lena Dettling (Tor), Juli Wolf (Tor), Jana Stolle (3), Johanna Werthmann (3), Jana Heidger (8/2), Admira Zvekic (3), Mona Kuczaty (1), Melissa Engeln (2), Lena Peribonio, Linda Götz (1), Charlotte Lohr, Rebecca Brecht (5/1), Tabea Luickx (6)

 

Kurpfalz Bären

 

Leonie Moormann (Tor), Johanna Wiethoff (Tor), Sara Goudarzi (8/2), Katja Hinzmann (1), Miray Soenmez, Natascha Fabritz (6), Jule Haupt (2), Ina Scheffler (3/1), Lea Marmodee (2), Janneke Geigle, Natasha Lerche, Marlis Mader, Amelie Möllmann (3), Elena Fabritz (1), Viviane Schranz, Rebecca Engelhardt (2)

 

Schiedsrichter: Fabian Schwarz, Arthur Krispenz

 

Zuschauer: 550

 

Siebenmeter: 3/5 zu 3/4

 

Zeitstrafen: 4 zu 4

 

Spielfilm: 0:1, 4:4, 9:6, 12:11, 16:13 (HZ), 19:17, 24:18, 27:23, 30:25, 32:28 (Ende)

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