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Eulenfrauen

Vorbericht: Eulenfrauen wollen dezimiert zurück in die Erfolgsspur

Es ist wie verhext! Man könnte meinen Ottfried Preußlers kleine Hexe, einer der Stars der berühmten Augsburger Puppenkiste, würde höchstpersönlich unser Team vor der Reise nach Haunstetten mit Verwünschungen überziehen. Wie auch in der vergangenen Saison müssen die Eulenfrauen voraussichtlich mit deutlich dezimiertem Kader den Weg (ca. 300 km) zum Tabellennachbarn antreten. Neben der langzeitverletzten Charlotte Lohr fehlen aufgrund ihrer Verletzungen vom vergangenen Wochenende definitiv Rückraumspielerin Jana Heidger und Kreisläuferin Luna Bohn. Zudem sind weitere Spielerinnen krankheitsbedingt fraglich.

„Das ist natürlich nicht das, was man sich als Trainer wünscht. Aber das gibt auch den verbleibenden Spielerinnen die Chance sich zu präsentieren und Verantwortung zu übernehmen. Insgesamt war die Trainingsqualität und -intensität in dieser Woche sehr gut. Ich stelle einen hohen Willen fest, eine Reaktion auf das vergangene Spiel zu zeigen. Wir treffen auf eine junge, wilde, temporeiche Truppe, die mit viel Leidenschaft spielt. Ich erwarte eine offensive 3:3-Abwehr, die sehr viele Fehler provoziert mit einer sehr guten Torhüterin Kiara Spindler“, weiß Niklas Weißbrod um die Schwere der Aufgabe. Von der Qualität der Keeperin durfte sich zuletzt Aufsteiger TSG Haßloch überzeugen. Die Bären unterlagen in der Vorwoche in Haunstetten mit 26:19 und scheiterten dabei nicht zuletzt an der überragenden Schlussfrau. Für unsere Mädels gilt es, aus einer starken Defensive heraus mit viel Tempo dafür zu sorgen, dass sich die Gastgeberinnen nicht zum Schrecken der Pfälzer Teams entwickeln.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei sicherlich Chiara Joerss, die mit 12 Treffern in den beiden ersten Spielen die erfolgreichste Torschützin ihres Teams ist. Die Halblinke gehört mit ihren erst 25 Jahren bereits zu den erfahreneren Spielerinnen des TSV Haunstetten, lediglich die beiden Kreisläuferinnen Daniela Knöpfle und Sabrina Smotzek bringen noch mehr Routine mit. Ansonsten wimmelt es im Kader des neuen Trainers Michael Rothfischer von Spielerinnen um die 20 Jahre, weshalb der Übungsleiter auch um Geduld bei der Entwicklung seiner Mannschaft bittet.Zudem muss Rothfischer mit Torhüterin Fiona Birett, den Rückraumakteurinnen Sina Gossner und Leni Goldbach sowie den Außenspielerinnen Finnia Gilg (links) und Antonia Rappel (rechts) fünf Neuzugänge integrieren. „Uns fehlt mit Sicherheit noch viel an Erfahrung, aber motiviert und willensstark sind wir allemal. Man muss etwaige Defizite in dieser Frühphase der Saison einfach noch hinnehmen und das gesamte Team mit allen Mitteln unterstützen. Ohne den Support unserer Anhänger können wir heuer kaum etwas reißen. Damit kann man gerade bei den Jungen noch einige Prozente mehr aktivieren“, ließ er vor dem Heimspiel gegen die TSG Haßloch verlauten und durfte nach dem Spiel feststellen, dass sich sein Team auf die Unterstützung der 290 Zuschauer verlassen konnte.

Es treffen also am Samstag um 18 Uhr in der Albert Loderer Halle zwei Teams aufeinander, die einiges gemein haben. Beide Teams sind jung, spielen schnellen Handball und haben enormes Entwicklungspotential. Beide Teams haben seit dieser Saison einen neuen Trainer an der Seitenlinie. Beide Teams haben 2:2 Punkte und mussten sich dem TSV Wolfschlugen geschlagen geben. Und beide Teams wollen nach dem Duell am Samstag mit 4:2 Punkten im oberen Drittel der Tabelle stehen.

Wer nicht den Weg nach Augsburg auf sich nehmen möchte, kann den Livestream auf sporteurope.TV nutzen.

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