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Eulenfrauen

Heimsieg-Premiere im Pfalz-Derby gegen TSG Haßloch (34:27)

Die Eulenfrauen können Derby! Wie am ersten Spieltag in Ketsch behielten unsere Mädels auch gegen die TSG Haßloch die Oberhand und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Im ersten Drittliga-Duell zwischen den beiden Mannschaften hielt der Aufsteiger tapfer dagegen, konnte aber den verdienten Sieg der Gastgeberinnen nie ernsthaft in Gefahr bringen. Mit dem ersten Heimsieg der Saison setzt sich die TSG Friesenheim an der Tabellenspitze fest und befindet sich zusammen mit den Kurpfalz Bären in der Verfolger-Rolle hinter den verlustpunktfreien Teams TSV Wolfschlugen und HC Erlangen. Die TSG Haßloch hingegen wartet weiter auf den ersten Zähler der Vereinsgeschichte in der 3. Liga und teilt sich mit den ebenfalls punktlosen Teams SG Kappelwindeck/Steinbach, SV Allensbach und SG Schozach-Bottwartal die rote Laterne.

 

Rund 300 Zuschauer wollten sich das Pfalz-Derby nicht entgehen lassen und sorgten über 60 Minuten für ordentlich Betrieb auf der Tribüne. Die Eulenfrauen kamen sehr gut in die Partie, standen stabil in der Defensive und nutzten ihre Torchancen konsequent. Den ersten Treffer durch Mona Kuczaty konnten die Bärinnen durch einen verwandelten Siebenmeter von Top-Torjägerin Janneke Geigle noch egalisieren, doch dann sorgten Ina Scheffler, Rebecca Brecht, Jana Stolle und Mona Kuczaty für einen 4:0-Lauf zum 5:1 nach sieben Minuten. Rechtsaußen Lourdes Joao erzielte in der achten Minute den ersten Treffer aus dem Spiel für die Gästinnen, die aber kurz darauf nach einem weiteren 3:0-Lauf zum 8:2 die erste Auszeit nehmen mussten. Den achten Treffer der Eulenfrauen erzielte dabei unsere Torfrau Lena Dettling, die bei Unterzahl der TSG Haßloch zunächst eine ihrer insgesamt 12 Paraden zeigte und dann ins verwaiste Gehäuse traf. Bis hierhin mussten die zahlreichen und lautstarken Haßlocher Fans eine deftige Niederlage befürchten, doch ihre Mädels fanden nach der Auszeit zurück ins Spiel. Begünstigt wurde dies durch Strafzeiten gegen die Eulenfrauen. Zunächst musste Sara Jelicic für zwei Minuten zusehen, was Geburtstagskind Katharina Scheid und erneut Lourdes Joao zum 8:4 nutzten. In der 14. Minute traf es dann Melissa Engeln, die trotz ihres Fouls das 8:5 durch Janneke Geigle nicht verhindern konnte. Kurz darauf legte Viviane Schranz nach und zwang beim Stand von 8:6 (14.) unseren Coach Niklas Weißbrod zur Auszeit. In voller Mannschaftsstärke gelang zwischen der 10. und der 18. Minute beiden Teams recht wenig. So war erneut eine Hinausstellung erforderlich, damit sich die Hausherrinnen wieder etwas absetzen konnten. Viviane Schranz musste auf der Bank Platz nehmen und Ina Scheffler und Sara Jelicic nutzten die numerische Überlegenheit zum 10:6 (18. Minute). Ina Bühl und Ann-Christin Steinhart konnten wieder auf zwei Tore Rückstand verkürzen und im weiteren Verlauf der ersten Hälfte blieb der Vorsprung der Eulenfrauen konstant bei 2-3 Toren. Zehn Sekunden vor der Halbzeitsirene brachte Kapitänin Rebecca Brecht ihre Farben erstmals wieder mit vier Toren in Front. Ärgerlich aus Eulensicht war der Buzzer-Beater von Linksaußen Imke Paul zum 16:13-Halbzeitstand.

 

Die ersten acht Minuten des zweiten Spielabschnitts standen ganz im Zeichen von Rebse Brecht, die mit drei Toren bei nur einem Gegentreffer durch Ariane Hilbig auf 19:14 erhöhte. In der 35. Minute mussten die Bärinnen die Disqualifikation gegen Ex-Eule Maike Freitag hinnehmen – eine harte, aber vertretbare Entscheidung nach Foul an unsere Kreisläuferin Sara Jelicic, die nach kurzer Behandlungspause weitermachen konnte. Der Vorsprung betrug jetzt stetig 4-5 Tore und es dauerte bis zur 49. Minute, ehe Melissa Engeln und die nach ihrer Einwechslung auf Halbrechts sehr stark aufspielende Julia Noetzel zum 26:20 erhöhten. Zwei weitere Treffer von Rebecca Brecht, die mit insgesamt 13 Toren (davon 6 erfolgreiche Siebenmeter bei sechs Versuchen) erneut Top-Torschützin ihres Teams wurde, sowie ein herrlicher Wurf von Rechtsaußen Felicity Gunst sorgten in der 52. Minute beim Stand von 29:21 für die höchste Führung des Spiels und die Entscheidung. Auch wenn Haßloch durch Imke Paul und zweimal Janneke Geigle nochmals auf 29:24 verkürzen konnten, kontrollierten die Hausherrinnen die Partie und ließen nichts mehr anbrennen. Sara Jelicic war der letzte Treffer der Partie zum 34:27 vorbehalten. Derbysieger – Eulenfrauen!!!

 

Unser Co-Trainer Patrick Friedmann sah einen verdienten Sieg seines Teams: „Wir sind nahezu perfekt gestartet, mit einer starken Defensive und sehr guten Torfrau Lena Dettling. Danach haben wir auch bedingt durch die Zeitstrafen etwas den Faden verloren und sind immer wieder an Medina Martinovic im Haßlocher Tor gescheitert. Wir haben dann aber die Kontrolle zurückgewonnen und die Partie zu unseren Gunsten entscheiden können. Ich denke, der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Es freut mich besonders, dass jede Einzelne zu dem Erfolg beigetragen hat.“

 

Eine dieser Spielerinnen war Julia Noetzel, die im bisherigen Saisonverlauf noch nicht allzu viele Spielminuten sammeln konnte und sich nach dem Spiel ebenso glücklich wie erleichtert zeigte: „Es war natürlich ein besonderes Spiel. Ein Derby vor den eigenen Fans will man natürlich immer gewinnen. Man hat schon vor dem Spiel die Vorfreude gemerkt und die Atmosphäre in der Halle war mitreißend. Wichtig war, dass wir komplett den Fokus behalten konnten und uns nicht von den Emotionen haben leiten lassen. Für mich persönlich war es das erste Spiel mit längerer Einsatzzeit und ich war sehr aufgeregt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass fast alles funktioniert hat, was ich mir vorgenommen oder probiert habe. Es war einfach toll, dass ich einen Teil zu unserem gemeinsamen Erfolg beitragen konnte. Und das vor dieser Kulisse!“

 

Für unsere Eulenfrauen geht es am kommenden Samstag bereits mit dem nächsten Heimspiel weiter. Zu Gast ist dann der aktuell Tabellenletzte SG Schozach-Bottwartal. Unsere Mädels werden alles daransetzen, die jüngst gestartete, kleine Siegesserie weiter auszubauen.

 

 

TSG Friesenheim

Lena Dettling (Tor/1), Juli Wolf (Tor), Sara Jelicic (3), Julia Noetzel (2), Jana Stolle (1), Johanna Werthmann (1), Felicity Gunst (1), Ina Scheffler (7), Mona Kuczaty (3), Melissa Engeln (1), Lena Peribonio (1), Linda Götz, Rebecca Brecht (13/6)

 

TSG Haßloch

Julia Zengerle (Tor), Louisa Brossart (Tor), Medina Martinovic (Tor), Ariane Alexandra Hilbig (4/1), Tabea Picabo Frey, Imke Paul (3), Lourdes Joao (2), Maike Freitag (2), Katharina Scheid (4), Ina Bühl (2), Janneke Geigle (4/1), Ann-Christin Steinhart (3), Lucie Krein, Angelina Schreyer, Viviane Schranz (3), Katharina Gerdon

 

Schiedsrichter: Max Wessendorf, Yassin Velasco

 

Zuschauer: 295

 

Siebenmeter: 6/6 zu 2/2

 

Zeitstrafen: 6 zu 6

 

Rote Karten: 0 zu 1

 

Spielfilm: 1:0, 5:1, 8:2, 8:6, 10:7, 13:11, 16:13 (HZ), 19:14, 21:17, 26:20, 29:21, 29:24, 32:25, 34:27 (Ende)

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